Die besten Wohnsitz-Optionen: Welches Land passt zu deinem Leben und deinen Zielen?
Nomade, Gründer, Ruheständler oder Family Office? Vergleich Steuern, Visa und Alltag in den beliebtesten Standorten Europas und am Golf – und finde dein Match.
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Spanien ist kein Niedrigsteuerland – aber das Beckham-Regime besteuert qualifizierte Zuzügler sechs Jahre lang wie Nichtansässige, und das Digital Nomad Visa öffnet Remote-Arbeitern die Tür. Mit dem richtigen Regime wird Spanien deutlich günstiger.
Bürger aus EU, EWR und Schweiz lassen sich nach der Ankunft im Ausländerregister eintragen (certificado de registro de ciudadano de la UE).
Für Remote-Arbeiter aus Nicht-EU-Staaten, die überwiegend für Arbeitgeber oder Kunden außerhalb Spaniens tätig sind, mit einem Einkommen von mindestens 200 % des spanischen Mindestlohns. Inhaber können das Beckham-Regime beantragen.
Für Nicht-EU-Bürger, die von passivem Einkommen oder Ersparnissen leben und in Spanien nicht arbeiten.
Am 3. April 2025 abgeschafft – Investitionen nach diesem Datum qualifizieren nicht mehr.
Spanien ist keine Steueroase. Die Spitzensätze der Einkommensteuer gehören zu den höchsten in Europa, mehrere Regionen erheben eine Vermögensteuer, und die Steuerverwaltung ist gut aufgestellt. Warum steht Spanien also auf dieser Liste?
Weil Spanien eines der bekanntesten Sonderregime Europas für Zuzügler hat – das Beckham-Gesetz – und das seit 2023 nicht mehr nur für Fußballer und Führungskräfte. Auch Remote Worker mit Digital-Nomad-Visum und qualifizierte Unternehmer können es nutzen. Sechs Jahre lang wirst du wie ein Nichtansässiger besteuert: pauschal 24 % auf spanische Arbeitseinkünfte, und die meisten ausländischen Einkünfte bleiben außerhalb des spanischen Steuernetzes.
Dazu Sonne, gutes Essen, EU, Euro und Schengen – und schon sieht Spanien ganz anders aus. Dieser Guide zeigt, wie es funktioniert, Stand 2026.
Spanien besteuert Ansässige auf ihr Welteinkommen mit progressiven Sätzen. Die Einkommensteuer wird teils vom Staat und teils von den autonomen Gemeinschaften festgelegt – deine Region spielt also eine Rolle.
| Steuer | Satz | Hinweis |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | 25 % | 15 % für neue Gesellschaften in den ersten beiden Jahren mit Gewinn |
| Einkommensteuer (allgemeine Einkünfte) | 19–47 %+ | Staatlicher + regionaler Tarif; je nach autonomer Gemeinschaft unterschiedlich |
| Einkommensteuer (Kapitaleinkünfte) | 19–30 % | Dividenden, Zinsen, Veräußerungsgewinne |
| Beckham-Regime | 24 % / 47 % | Spanische Arbeitseinkünfte bis 600.000 € / darüber |
| Quellensteuer auf Dividenden an Nichtansässige | 19 % | Reduziert durch DBA und die EU-Richtlinie |
| Vermögensteuer | Regional | Große Unterschiede zwischen den Regionen |
| Solidaritätssteuer auf große Vermögen | 1,7–3,5 % | Auf Nettovermögen über 3 Mio. € |
| Mehrwertsteuer | 21 % | Ermäßigte Sätze von 10 % und 4 % |
Du bist in Spanien steuerlich ansässig, wenn du mehr als 183 Tage im Jahr in Spanien verbringst oder dort der Schwerpunkt deiner geschäftlichen oder wirtschaftlichen Interessen liegt. Außerdem wird eine Ansässigkeit vermutet, wenn dein Ehepartner und deine minderjährigen Kinder in Spanien leben.
Offiziell heißt es régimen especial de trabajadores desplazados. Es erlaubt Menschen, die in Spanien steuerlich ansässig werden, sich nach den Regeln für Nichtansässige besteuern zu lassen.
Das Jahr, in dem du steuerlich ansässig wirst, plus die folgenden fünf Jahre – insgesamt sechs Steuerjahre.
Das Gesetz 28/2022, das Startup-Gesetz, hat das Regime ab dem 1. Januar 2023 erweitert:
Den Antrag stellst du innerhalb von sechs Monaten nach der Anmeldung bei der spanischen Sozialversicherung (oder dem Beginn der Tätigkeit) mit dem Modelo 149. Verpasst du die Frist, ist die Tür zu.
| Schritt | Normales Regime (ca.) | Beckham-Regime |
|---|---|---|
| Brutto-Arbeitseinkünfte | 120.000 € | 120.000 € |
| Spanische Einkommensteuer | meist deutlich über 35.000 €, je nach Region | 28.800 € (24 %) |
| Ausländische Kapitalerträge | In Spanien steuerpflichtig | In Spanien grundsätzlich nicht steuerpflichtig |
Der Wert für das normale Regime ist eine grobe Spanne, keine Berechnung – Abzüge, Sozialversicherung und deine Region verschieben ihn. Die Aussage bleibt: Für Gutverdiener ist das Beckham-Regime eine erhebliche Ersparnis.
Spaniens Vermögensteuer ist eine nationale Steuer, deren Regeln die Regionen anpassen dürfen – und viele tun das auch. Madrid und Andalusien etwa gewähren eine Entlastung von 100 %. Andere Regionen besteuern das Nettovermögen oberhalb eines Freibetrags mit progressiven Sätzen.
2022 hat Spanien die befristete Solidaritätssteuer auf große Vermögen als nationale Aufstockung eingeführt und inzwischen verlängert. Sie gilt für Nettovermögen über 3 Mio. €, mit 1,7 % bis 3,5 %, und die gezahlte regionale Vermögensteuer wird angerechnet. Selbst in Regionen mit voller Vermögensteuerentlastung können sehr Vermögende also trotzdem zahlen.
Unter dem Beckham-Regime gelten beide nur für Vermögen in Spanien.
Die Standardrechtsform ist die Sociedad Limitada (SL). Seit dem Gesetz „Crea y Crece“ von 2022 beträgt das Mindeststammkapital nur 1 €, allerdings gelten Auflagen, bis das Kapital 3.000 € erreicht.
Der Regelsatz liegt bei 25 %. Neu gegründete Gesellschaften zahlen 15 % im ersten Steuerzeitraum mit positiver Bemessungsgrundlage und im darauffolgenden. Ermäßigte Sätze für kleinere Unternehmen werden im Zuge jüngster Reformen schrittweise eingeführt; prüf den Satz für die Größe deiner Firma und das jeweilige Jahr.
Dividenden an Nichtansässige unterliegen 19 % Quellensteuer, reduziert durch Doppelbesteuerungsabkommen oder befreit nach der EU-Mutter-Tochter-Richtlinie, wo sie greift.
Viele Freelancer gründen gar keine Firma, sondern melden sich als Selbstständige (autónomo) an. Die Sozialversicherungsbeiträge richten sich nach dem Einkommen, und neue Autónomos zahlen im ersten Jahr einen ermäßigten Pauschalbeitrag. Wenn du im Beckham-Regime bist, prüf genau, wie deine selbstständigen Einkünfte behandelt werden.
Du kannst frei umziehen. Nach der Ankunft meldest du dich im Ausländerregister an und bekommst eine Anmeldebescheinigung und eine NIE (Ausländer-Identifikationsnummer). Du musst eine Anstellung, eine selbstständige Tätigkeit oder ausreichende Mittel sowie eine Krankenversicherung nachweisen.
Für Nicht-EU-Bürger, die remote arbeiten:
Das Visum gibt dir einen Aufenthaltstitel und, ganz wichtig, Zugang zum Beckham-Regime.
Für Nicht-EU-Bürger, die von passivem Einkommen oder Ersparnissen leben und in Spanien nicht arbeiten. Es setzt erhebliche finanzielle Mittel voraus und erlaubt keine Arbeit in Spanien.
Spaniens Golden Visa – ein Aufenthaltstitel über einen Immobilienkauf ab 500.000 € oder andere Investitionen – wurde durch das Organgesetz 1/2025 mit Wirkung zum 3. April 2025 abgeschafft. Investitionen nach diesem Datum zählen nicht mehr. Früher erteilte Titel können nach Übergangsregeln verlängert werden.
Spanische Banken sind groß, modern und Teil des Eurosystems. Als Ansässiger mit NIE ein Konto zu eröffnen, ist unkompliziert. Auch Nichtansässige können Konten eröffnen, oft mit höheren Gebühren. Viele Zuzügler starten mit einer EU-Neobank und nehmen für lokale Lastschriften, Miete und Steuern eine spanische Bank dazu.
Vergleich Spanien mit seinen Nachbarn im Ländervergleich oder probier den Steuerrechner aus.
Sätze und Regeln in diesem Guide haben wir im September 2026 geprüft. Das ist eine allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung – lass deine konkrete Situation von einem qualifizierten Berater prüfen, bevor du handelst.
Zahlen zuletzt geprüft: September 2026. Steuerrecht ändert sich – lass es von einer zugelassenen Beraterin oder einem Berater bestätigen, bevor du handelst. Nichts hier ist Steuer- oder Rechtsberatung.
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