Die meisten Staaten lassen dich gehen, wenn du gehst. Die USA besteuern nach Staatsbürgerschaft, nicht nach Wohnsitz. Du kannst nach Lissabon ziehen, dein Auto verkaufen und die Costco-Karte vergessen – der IRS erwartet trotzdem jedes Frühjahr deine Steuererklärung.
Dieser Guide zeigt, was sich für US-Steuerpflichtige beim Umzug ins Ausland ändert, wie du die US-Steuer legal nahe null hältst, warum dein Bundesstaat dich womöglich nicht loslässt und was die Expatriation kostet. Allgemeine Informationen, Stand September 2026 – keine Steuerberatung.
Für wen dieser Guide ist#
Für US-Staatsbürger, die ins Ausland ziehen (auch „Accidental Americans“, die in den USA geboren, aber woanders aufgewachsen sind), für Green-Card-Inhaber, die die USA verlassen – vor allem Long-Term Residents mit Green Card in mindestens 8 der letzten 15 Steuerjahre – und für alle, die über die Aufgabe des US-Passes nachdenken. Du bist Europäer und willst nur eine US-Firma? Dann lies den Guide zur US-LLC für Europäer.
Warum der Umzug die US-Steuerpflicht nicht beendet#
US-Staatsbürger versteuern ihr Welteinkommen, ebenso „Resident Aliens“ – dazu zählt nach § 7701(b) Internal Revenue Code jeder Green-Card-Inhaber. Der IRS sagt es ganz nüchtern: Die Erklärungspflichten sind im Ausland im Wesentlichen dieselben wie in den USA.
| Du bist | Die US-Steuerpflicht endet, wenn |
|---|---|
| US-Staatsbürger | du die Staatsbürgerschaft formell aufgibst (meist durch Verzicht bei einer US-Botschaft oder einem Konsulat). Tage im Ausland spielen keine Rolle. |
| Green-Card-Inhaber | dein Daueraufenthaltsstatus formell endet (z. B. mit Form I-407) oder rechtskräftig aberkannt wird – in manchen Fällen auch, wenn dich ein DBA-Tie-Breaker einem anderen Staat zuordnet. |
| Keins von beidem | du nach dem Substantial Presence Test (Tage in den USA) besteuert wirst – wie jeder andere Ausländer. |
Der DBA-Tie-Breaker rettet Staatsbürger nicht#
Normalerweise entscheidet ein Doppelbesteuerungsabkommen, welcher Staat dich bekommt (siehe steuerliche Ansässigkeit). US-Abkommen enthalten aber eine „Saving Clause“: Die USA behalten sich vor, ihre Bürger so zu besteuern, als gäbe es das Abkommen nicht. Es hilft weiter gegen Doppelbesteuerung, macht aus einem Staatsbürger aber nie einen Nichtansässigen.
Green-Card-Inhaber können sich dagegen auf die Ansässigkeit im anderen Staat berufen. Vorsicht: Bei Long-Term Residents kann genau das bereits als Ende der US-Ansässigkeit im Sinne der Exit Tax gelten.
Steuererklärung aus dem Ausland: der jährliche Papierkram#
Im Ausland kommen Formulare dazu, statt wegzufallen:
- Form 1040. Dieselbe Erklärung wie zu Hause. Lebst und arbeitest du im Ausland, verlängert sich die Frist automatisch um zwei Monate auf den 15. Juni – Zinsen auf offene Steuern laufen trotzdem ab dem 15. April. Mit Form 4868 geht es bis 15. Oktober.
- FBAR (FinCEN Form 114). Pflicht, wenn deine ausländischen Konten zusammen irgendwann im Jahr mehr als 10.000 $ enthalten. Abgabe bei FinCEN bis 15. April, automatisch verlängert bis 15. Oktober. Girokonto, Tagesgeld und Pensionskonto vor Ort zählen alle mit.
- Form 8938 (FATCA). Wohnst du im Ausland, musst du sie abgeben, wenn deine ausländischen Finanzwerte am Jahresende 200.000 $ oder irgendwann im Jahr 300.000 $ übersteigen (Ledige) bzw. 400.000 $ / 600.000 $ (gemeinsame Veranlagung).
- Form 8621 (PFIC). Ausländische Fonds und ETFs gelten meist als „Passive Foreign Investment Companies“ – harte Besteuerung plus Zinszuschlag, ein Formular pro Fonds. Klassiker: der lokale UCITS-ETF im neuen Land.
- Form 5471 / 8865 / 3520 für ausländische Firmen, Personengesellschaften, Trusts und große Schenkungen aus dem Ausland.
FEIE oder Steueranrechnung?#
Die meisten Auswanderer zahlen wenig oder gar keine US-Einkommensteuer – dank zweier Werkzeuge gegen Doppelbesteuerung.
Foreign Earned Income Exclusion (Form 2555)#
Mit der FEIE stellst du ausländisches Arbeitseinkommen frei (Gehalt, Einkünfte aus Selbstständigkeit – nicht Dividenden, Zinsen, Renten oder Mieten). Der Höchstbetrag liegt bei 130.000 $ für 2025 und 132.900 $ für 2026, pro Person. Dazu kommt eine Freistellung (für Selbstständige ein Abzug) für Wohnkosten oberhalb von 16 % der FEIE, in der Regel gedeckelt bei 30 % (39.870 $ im Jahr 2026), in teuren Städten höher.
Voraussetzung ist ein steuerlicher Lebensmittelpunkt („Tax Home“) im Ausland und einer von zwei Tests:
- Bona Fide Residence: Du bist ununterbrochen in einem anderen Land ansässig, über einen Zeitraum, der ein volles Steuerjahr umfasst.
- Physical Presence: Du bist an mindestens 330 vollen Tagen innerhalb von zwölf aufeinanderfolgenden Monaten im Ausland. Ein voller Tag geht von Mitternacht bis Mitternacht; Tage über dem Ozean zählen nicht.
Zwei Haken: Einkommen oberhalb der Freistellung wird mit dem Satz besteuert, der ohne FEIE gelten würde („Stacking“). Und wer die FEIE einmal widerruft, kann sie fünf Steuerjahre lang nur mit Zustimmung des IRS wieder nutzen.
Foreign Tax Credit (Form 1116)#
Beim Foreign Tax Credit wird die ausländische Einkommensteuer auf die US-Steuer für dasselbe Einkommen angerechnet; Überhänge lassen sich ein Jahr zurück- und zehn Jahre vortragen. In Ländern mit höheren Steuern als die USA – also fast überall in Westeuropa – bleibt auf dein Gehalt meist keine US-Steuer übrig. Und anders als die FEIE funktioniert die Anrechnung auch für Dividenden, Mieten und Renten. Nebeneffekt: Dein Einkommen bleibt „sichtbar“, was etwa IRA-Einzahlungen weiter ermöglichen kann.
In einem Nullsteuerland wie den VAE gibt es nichts anzurechnen. Dann ist die FEIE dein Werkzeug – und alles über 132.900 $ (plus Wohnkosten) besteuern die USA. Das ist der Teil der „Ab nach Dubai, keine Steuern“-Geschichte, den niemand Amerikanern erzählt.
Self-Employment Tax: die Steuer, die die FEIE nicht anfasst#
Die FEIE senkt die Einkommensteuer, nicht die Sozialabgaben für Selbstständige. Als Freelancer im Ausland schuldest du 15,3 % (12,4 % Social Security, 2,9 % Medicare), sobald dein Nettoeinkommen 400 $ erreicht – außer ein Sozialversicherungsabkommen weist dich dem anderen Land zu.
Dein Bundesstaat lässt dich vielleicht nicht gehen#
Die Bundessteuer folgt deinem Pass. Die Steuer der Bundesstaaten folgt dem Wohnsitz – und manche Staaten legen den großzügig aus.
- Kalifornien fragt nach dem Domicile: dem Ort, an den du zurückkehren willst. Ein vorübergehender Umzug ins Ausland ändert daran nichts. Ein Safe Harbor gilt für Personen, die mindestens 546 Tage am Stück aufgrund eines Arbeitsvertrags im Ausland sind – aber nicht bei mehr als 200.000 $ „intangible income“ (etwa Kapitalerträgen) in einem Vertragsjahr oder wenn die Steuerersparnis Hauptzweck ist, und Besuche in Kalifornien sind auf 45 Tage pro Jahr begrenzt. Selbstständige müssen einen echten Wechsel des Domicile nachweisen.
- New York prüft Domicile und „Statutory Residence“ (eine dauerhafte Wohnung für im Wesentlichen das ganze Jahr plus 184 oder mehr Tage im Bundesstaat; jeder angefangene Tag zählt). Das Apartment in Brooklyn „für Besuche“ zu behalten, untergräbt jeden Domicile-Wechsel.
- Andere Bundesstaaten haben eigene Tests und Prüfgewohnheiten. Prüf deinen, bevor du gehst – nicht erst nach dem ersten Brief.
Was hilft: Haus verkaufen oder langfristig vermieten, Hausrat mitnehmen, Führerschein und Wählerregistrierung umstellen, die neue Auslandsadresse dokumentieren. Wer vor dem Wegzug wirklich in einem Staat ohne Einkommensteuer (Florida, Texas und ein paar andere) lebt, kann dort ein sauberes Domicile haben. Ein Briefkasten in Florida, während du in Porto wohnst, ist kein Domicile, sondern eine Betriebsprüfung mit Anlauf.
Expatriation: der einzige echte Ausstieg#
So läuft der Verzicht#
Du verzichtest persönlich vor einem US-Konsularbeamten im Ausland und leistest einen Eid; danach stellt das State Department ein Certificate of Loss of Nationality (CLN) aus. Die Gebühr lag bei 2.350 $; eine Final Rule hat sie mit Wirkung zum 13. April 2026 auf 450 $ gesenkt. Besorg dir vorher eine andere Staatsbürgerschaft – Staatenlosigkeit ist eine sehr schlechte Idee (siehe Zweitpass).
Green-Card-Inhaber beenden ihren Status mit Form I-407. Für Long-Term Residents (8 der letzten 15 Steuerjahre) gelten dieselben Exit-Tax-Regeln wie für Staatsbürger.
Form 8854 und der Covered-Expatriate-Test#
Mit der letzten Steuererklärung reichst du Form 8854 ein (wer sie vergisst: 10.000 $ Strafe). Du bist Covered Expatriate nach § 877A, wenn nur einer dieser Punkte zutrifft:
| Test | Schwelle 2026 |
|---|---|
| Durchschnittliche jährliche Einkommensteuer der letzten 5 Jahre vor der Expatriation | mehr als 211.000 $ (2025: 206.000 $) |
| Nettovermögen am Tag der Expatriation | 2 Mio. $ oder mehr (nicht inflationsindexiert) |
| Compliance-Bestätigung | Du kannst auf Form 8854 nicht bestätigen, dass du alle US-Steuerpflichten der letzten 5 Jahre erfüllt hast |
Der dritte Test trifft Leute, die nie reich waren, nur mit Erklärungen im Rückstand – also erst aufräumen. Ausnahmen gibt es für Doppelstaatler von Geburt an, die im anderen Staat als ansässig besteuert werden und in den letzten 15 Jahren höchstens 10 Jahre US-ansässig waren, sowie für Verzichte vor dem Alter von 18½ Jahren mit höchstens 10 Jahren US-Ansässigkeit. Fünf saubere Jahre brauchen beide trotzdem.
Was die Exit Tax macht#
Bist du Covered Expatriate, gilt dein gesamtes weltweites Vermögen am Tag vor der Expatriation als zum Marktwert verkauft. Gewinne über dem Freibetrag (890.000 $ für 2025, 910.000 $ für 2026) werden besteuert. Sonderregeln:
- Steuerbegünstigte Konten (IRAs, 529-Pläne, HSAs und ähnliche) gelten als vollständig ausgezahlt – als Einkommen versteuert, aber ohne Strafzuschlag für vorzeitige Entnahme.
- Qualifizierte aufgeschobene Vergütung von US-Zahlern (z. B. ein 401(k)) wird nicht sofort besteuert; stattdessen werden auf spätere Auszahlungen 30 % einbehalten.
- Schenkungen und Erbschaften eines Covered Expatriate an US-Personen werden nach § 2801 für immer mit dem höchsten Schenkung-/Erbschaftsteuersatz (40 %) belastet – zahlen muss der Empfänger, oberhalb von 19.000 $ pro Jahr (2026). Mit Kindern in den USA oft der größte Posten.
Zum Vergleich: Die deutsche Wegzugsbesteuerung (§ 6 AStG) trifft nur Beteiligungen ab 1 % und wird durch den Umzug ausgelöst. Die US-Version trifft fast alles, was du besitzt – aber erst, wenn du Pass oder langjährige Green Card abgibst, und nur als Covered Expatriate.
Was nach der Expatriation steuerpflichtig bleibt#
Als Nonresident Alien zahlst du weiter US-Steuer auf Einkünfte aus US-Quellen:
- Dividenden und andere passive US-Einkünfte: 30 % Quellensteuer, reduziert durch ein DBA mit deinem neuen Wohnsitzstaat.
- US-Immobilien: Mieten sind steuerpflichtig, und beim Verkauf muss der Käufer nach FIRPTA in der Regel 15 % des Kaufpreises einbehalten.
- US-Erbschaftsteuer: auf US-Vermögen wie US-Immobilien und Aktien von US-Firmen, egal wo das Depot liegt; eine Erklärung ist ab 60.000 $ fällig. Erbschaftsteuer-DBAs können das mildern.
- Arbeit oder Geschäft in den USA bleibt steuerpflichtig.
Sozialversicherung und Krankenversicherung#
- Social-Security-Renten werden meist auch ins Ausland gezahlt; einige wenige Länder (z. B. Kuba, Nordkorea) sind ausgeschlossen oder eingeschränkt.
- Sozialversicherungsabkommen („Totalization Agreements“) verhindern doppelte Beiträge und rechnen Versicherungszeiten zusammen. Die USA haben sie mit Deutschland, Portugal, Italien, Spanien, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und weiteren Staaten – aber nicht mit vielen Niedrigsteuerländern wie den VAE. Entsandte Arbeitnehmer bleiben mit einem Certificate of Coverage in einem System.
- Medicare zahlt im Ausland in der Regel nicht. Du brauchst eine lokale oder internationale Krankenversicherung – und solltest bei einer möglichen Rückkehr den Verspätungszuschlag für Medicare Part B einplanen.
Banken und Broker#
- US-Broker schränken Konten mit Auslandsadresse oft ein oder kündigen sie – manchmal darfst du nur noch halten, nicht kaufen. Frag vor dem Umzug.
- Ausländische Banken müssen US-Personen nach FATCA melden, und manche nehmen gar keine Amerikaner. (Die USA nutzen FATCA statt des OECD-CRS.)
- Deine Adresse. Die US-Adresse von Verwandten zu behalten, während du im Ausland lebst, täuscht den Broker und liefert Indizien für eine Ansässigkeit im Bundesstaat, die du nicht willst. Bleib ehrlich und such dir Anbieter, die Expats betreuen.
- Altersvorsorgekonten (401(k), IRA) können meist bleiben, sind im neuen Land aber nicht unbedingt steuerbegünstigt.
Mehr dazu: Bankkonto im Ausland.
Dein Ausstieg, Schritt für Schritt
Erst compliant werden
Fünf Jahre vollständige Steuererklärungen, FBARs und Informationsformulare. Im Rückstand? Über die Streamlined Procedures des IRS nachholen – vor allem anderen.
Zielland und Werkzeug wählen
Hochsteuerland: meist Steueranrechnung. Nullsteuerland: FEIE plus Plan für alles darüber. Hilfreich: der Jurisdiction Finder und die Länderguides.
Den Bundesstaat sauber verlassen
Wohnung, Führerschein, Wählerregistrierung, Hausrat, Post – alles dokumentiert.
Das Depot aufräumen
Keine ausländischen Fonds (PFICs), ein Broker, der Expats behält, ein Plan für US-Immobilien.
Über den Pass in Ruhe entscheiden
Zweitpass, Vermögen, fünf Jahre Compliance und Schenkungspläne für die Familie prüfen – dann erst der Termin im Konsulat.
Die Fallen#
Fallen, die wir ständig sehen
„Ich bin weggezogen, also gebe ich nichts mehr ab.“
Fehlende Erklärungen machen aus einem ganz normalen Expat schnell einen Covered Expatriate.
Das vergessene FBAR.
Konten vor Ort plus Pensionskonto knacken locker 10.000 $. Die Strafen können happig sein, auch wenn keine Steuer anfällt.
Europäische ETFs.
PFIC-Besteuerung und ein Form 8621 pro Fonds.
Der klebrige Bundesstaat.
Kalifornien oder New York halten dich vielleicht noch für ansässig, während du in Lissabon lebst.
Dubai und die FEIE-Grenze.
Null Steuern vor Ort heißt nicht null US-Steuer über 132.900 $ – und die Self-Employment Tax bleibt.
Verzicht mit Erben in den USA.
§ 2801 macht jede spätere Schenkung an US-Familienmitglieder teuer, lebenslang.
Dein 12-Monats-Fahrplan#
USA verlassen: von 12 Monaten bis Tag null
Hak sie ab – dein Fortschritt wird nur in diesem Browser gespeichert.
Konten, Fonds, Immobilien, Altersvorsorge und künftige Einkünfte auflisten. Fünf Jahre Erklärungen prüfen.
Steuern vor Ort, Visa und Sozialversicherungsabkommen vergleichen; FEIE gegen Steueranrechnung im Steuerrechner durchspielen.
Problematische Anlagen ersetzen und klären, ob dein Broker Expats behält.
Aufenthaltstitel beantragen – siehe Digital-Nomad-Visa und Auswandern.
Angebote für die Krankenversicherung, Entscheidung zu Medicare, Certificate of Coverage bei Entsendung.
Wohnung verkaufen, langfristig vermieten oder kündigen; Führerschein und Wählerregistrierung umstellen. Banken, Brokern und dem IRS die neue Adresse mitteilen.
Tage für den Physical Presence Test mit unserem Day Tracker dokumentieren.
Form 1040 bis 15. Juni (zahlen bis 15. April), FBAR, 8938, 2555 oder 1116 und eine Teiljahreserklärung für den Bundesstaat.
Rechenbeispiel: Covered Expatriate 2026#
Rein illustrative Zahlen. Maya, US-Bürgerin und seit Jahren in Portugal zu Hause (Portugiesin durch Einbürgerung, nicht von Geburt), gibt 2026 ihren US-Pass ab. Ihr Nettovermögen: 2,6 Mio. $ – sie ist also Covered Expatriate.
| Vermögenswert | Wert | Anschaffungskosten | Behandlung |
|---|---|---|---|
| US-Aktiendepot | 1.500.000 $ | 600.000 $ | fiktiver Verkauf: 900.000 $ Gewinn |
| Wohnung in Lissabon | 700.000 $ | 500.000 $ | fiktiver Verkauf: 200.000 $ Gewinn |
| Traditional IRA | 400.000 $ | – | gilt als ausgezahlt: 400.000 $ Einkommen |
| Fiktiver Gewinn gesamt (Depot + Wohnung) | 1.100.000 $ | ||
| abzüglich Freibetrag 2026 | –910.000 $ | ||
| Steuerpflichtiger Gewinn | 190.000 $ (plus 400.000 $ IRA-Einkommen) |
Maya versteuert also 190.000 $ Gewinn plus das IRA-Einkommen zu normalen US-Sätzen – nicht 2,6 Mio. $. Der größere Brocken kommt womöglich später: Was sie ihrem Sohn in den USA über den jährlichen Freibetrag hinaus vererbt oder schenkt, kostet ihn nach § 2801 40 %. Unter 2 Mio. $ und mit sauberen Erklärungen wäre sie gar nicht betroffen.
Häufige Fragen#
Muss ich als US-Bürger im Ausland eine Steuererklärung abgeben?
Ja, wenn dein Einkommen über den normalen Erklärungsgrenzen liegt – egal wo du wohnst. Viele zahlen nach FEIE oder Steueranrechnung nichts, die Erklärung ist aber trotzdem fällig.
Was ist besser: FEIE oder Foreign Tax Credit?
In Ländern mit höheren Steuern meist die Anrechnung, die auch Kapitalerträge abdeckt. In Null- oder Niedrigsteuerländern meist die FEIE, für Arbeitseinkommen bis 132.900 $ (2026). Rechne beides durch: Wer die FEIE widerruft, ist fünf Jahre gesperrt.
Kostet der Verzicht auf die US-Staatsbürgerschaft 2.350 $?
Nicht mehr. Das State Department hat die Gebühr für das Certificate of Loss of Nationality mit Wirkung zum 13. April 2026 von 2.350 $ auf 450 $ gesenkt. Steuerliche Kosten wie die Exit Tax kommen gegebenenfalls separat dazu.
Zahle ich beim Verzicht Exit Tax?
Nur als Covered Expatriate: Nettovermögen ab 2 Mio. $, durchschnittliche Einkommensteuer über 211.000 $ (2026) in den letzten fünf Jahren oder keine saubere Fünf-Jahres-Bestätigung. Selbst dann bleiben die ersten 910.000 $ fiktiver Gewinne (2026) steuerfrei.
Darf ich den US-Pass abgeben, um Steuern zu sparen?
Du darfst aus jedem Grund verzichten, und viele tun es wegen des Papierkrams. Aber die Exit Tax gibt es genau für vermögende Aussteiger, und du musst vorher vollständig compliant sein. Der Verzicht ist legale Steuervermeidung mit Preisschild – nie ein Weg an Steuern vorbei, die du schon schuldest.
Alles hier sind allgemeine Informationen, keine Steuer- oder Rechtsberatung – und ein Fehler auf Form 8854 lässt sich nicht rückgängig machen. Du willst deinen Umzug oder Ausstieg prüfen lassen? Buch eine Strategie-Session.
Quellen#
- IRS – US citizens and resident aliens abroad
- IRS – Publication 54, Tax guide for US citizens and resident aliens abroad
- IRS – Automatische Fristverlängerung um zwei Monate für Steuerpflichtige im Ausland
- IRS – Figuring the foreign earned income exclusion
- IRS – Physical presence test
- IRS – Foreign housing exclusion or deduction
- IRS – Rev. Proc. 2025-32, Inflationsanpassungen für 2026
- IRS – Vergleich Form 8938 und FBAR
- IRS – About Form 8621 (PFIC)
- IRS – Self-employment tax
- IRS – Totalization agreements
- IRS – Expatriation tax
- IRS – About Form 8854
- IRS – Nonresident aliens (Quellensteuer auf FDAP-Einkünfte)
- IRS – FIRPTA withholding
- IRS – Erbschaftsteuer für Nichtansässige mit US-Vermögen
- 26 USC § 877 – Covered-Expatriate-Tests, Long-Term Residents
- 26 USC § 877A – Tax responsibilities of expatriation
- 26 USC § 911 – Citizens or residents living abroad
- 26 USC § 904 – Anrechnungshöchstbetrag und Vortrag
- 26 USC § 2801 – Schenkungen und Erbschaften von Expatriates
- 26 USC § 2001 – Erbschaftsteuersätze
- 26 USC § 7701(b) – Definition Resident Alien
- FinCEN – Report of Foreign Bank and Financial Accounts (FBAR)
- Federal Register – CLN-Gebühr auf 450 $ gesenkt (Final Rule, 13. März 2026)
- US Department of State – Relinquishing US nationality abroad
- USCIS – Form I-407
- California FTB – Publication 1031, Guidelines for determining resident status
- New York State – Nonresident and part-year resident FAQs
- Social Security Administration – Totalization agreements
- Social Security Administration – Zahlungen außerhalb der USA









